6 vegane Gelatine-Alternativen für die perfekte Konsistenz

Der Sommer ist da und die Erdbeer-Saison hat begonnen!

Grund genung für Laura Fruity Fairy diesen Monat der Erbeere zu widmen. Im Veggie des Monats Juni zaubert sie für euch mit der roten Beere eine erfrischende Sommer-Tarte.

Passend dazu stellt euch Laura im Video sechs vegane Gelatine-Alternativen vor, die für eine perfekte Konsistenz sorgen. Ob Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl oder Stärke, erfahrt jetzt, für welche Speisen sie als Geliermittel geeignet sind.

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Von Laura Fruit Fairy

Wer liebt sie nicht? Erdbeeren werden von vielen Menschen in Verbindung mit dem Sommeranfang gesetzt. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse, sind aber botanisch gesehen gar keine Frucht, sondern eine Nuss. Saison haben die roten Sammelnussfrüchte zwischen Mai und Juli, abhängig von der Wetterlage im jeweiligen Jahr.

Fun Fact: In Deutschland werden pro Kopf rund 3,4 kg Erdbeeren im Jahr verzehrt.

Die Vitamin C-reichen Früchte enthalten nur etwa 5% Zucker, was sie zu einem gesunden und Kalorien-armen Snack macht. Aber nicht nur pur schmecken die beliebten Beeren hervorragend. Man kann aus Erdbeeren eine Vielfalt an Kuchen, Desserts, Frühstücksideen und sogar Salaten zubereiten.

Wer kennt nicht den klassischen Erdbeerkuchen mit Gelatine? Da Gelatine allerdings im Rahmen einer pflanzlichen Ernährung nicht geeignet ist, führe ich im Folgenden einige Gelatine-Alternativen auf. Sie sind alle pflanzlich und lassen sich verschieden einsetzen. Tatsächlich gibt es eine ganze Menge Gelatine-Alternativen. Zur besseren Übersicht habe ich euch meine Top 6 herausgepickt und werde sie genauer erläutern.

Vegane Gelatine Alternativen

Agar-Agar:

Bei Agar-Agar handelt es sich um ein aus den Zellwänden von Algen gewonnenes Kohlenhydrat, das geschmacksneutral ist und sich durch die hervorragenden Quelleigenschaften als Binde- und Geliermittel eignet. Agar-Agar wird in Pulverform verkauft und ist extrem ergiebig. Außerdem färbt es nicht und ist damit auch für Gelees und andere durchsichtige oder farbige Speisen geeignet.

Carrageen:

Ähnlich wie Agar-Agar wird auch Carrageen aus Algen gewonnen. Es wird als Zusatzstoff E 407 in Speisen aufgeführt. Einige Hersteller, wie z.B. der Biohändler Alnatura, verzichten vollständig auf Carrageen als Verdickungsmittel, da eine negative Wirkung auf die Gesundheit umstritten ist und damit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Ich verwende Irish Moos (die Carrageen-Alge) z.B. zur Herstellung von rohem Pana Cotta und anderen Rohkost-Speisen.

Guarkernmehl:

Dieses Mehl wird aus dem Guarbohnenstrauch gewonnen, der hauptsächlich in Pakistan und Indien angebaut wird. Dabei handelt es sich um eine Hülsenfrucht, deren äußere Schichten verarbeitet werden und stark bindende Eigenschaften besitzen. Guarkernmehl kann man anders als Agar-Agar auch in kalten Speisen verwenden und z.B. Marmelade, Pudding, Suppen, Eintöpfe und Joghurt damit verdicken. Auch für selbstgemachtes Eis eignet es sich perfekt, da es die Kristallbildung unterbindet.

Johannisbrotkernmehl:

Alternativ zu Guarkernmehl kann auch Johannisbrotkernmehl als Verdickungsmittel eingesetzt werden. Allerdings kann es nicht ganz so viel Wasser an sich binden. Bei der Dosierung sollte daher auf die Rezeptangabe geachtet werden. Genau wie Guarkernmehl, kann auch Johannisbrotkernmehl Allergien auslösen und sollte daher von Allergikern vorsichtig verwendet werden.

Stärke:

Aus Kartoffeln oder Mais und ganz vielen anderen Pflanzen kann man Stärke gewinnen. Rührt man Stärke in kochende Speisen ein, verdickt sie diese. Ein gutes Beispiel ist Pudding, der durch den Einsatz von Stärke nach dem Abkühlen eine feste Konsistenz erhält. Da es sich bei Stärke nicht um ein vollwertiges Produkt, sondern um isolierte Kohlenhydrate handelt, verwende ich sie lieber nur in Maßen.

Pektin:

Bei Pektinen handelt es sich um Ballaststoffe, die vom Körper nicht verstoffwechselt und einfach ausgeschieden werden. In der Küche wird Pektin vor allem in Tortengüssen, für Marmeladen, Gelees und Konfitüren eingesetzt. Auch Soßen, Ketchup und Mayonnaise werden durch Pektin geschmeidig. Pektin gilt als gesundheitlich unbedenklich. Es lässt sich sogar aus Äpfeln prima selbst herstellen.

Das Rezept von Laura:

Erfrischende Sommer-Tart mit Erdbeeren

Die Zutaten der Sommer-Tarte: Erdbeeren, Haferflocken, Kokosöl, Kokosmilch, Vanillepulver, Ahorn-Sirup, Datteln, Agar-Agar, Kokosflocken, Rote-Beete-Pulver, Stärke, Mandeln und eine Zitrone

Boden:
50g Haferflocken
70g Mandeln
100g entkernte Datteln
3 EL Kokosflocken
1 EL Kokosöl
1 EL Wasser

Alle Zutaten in einem Food Prozessor auf mittlerer Stufe verarbeiten, bis die Konsistenz Sand-artig und etwas klebrig ist. Den Teig in eine Backform mit 20cm Durchmesser füllen mit den Händen gleichmäßig auf den Boden und etwa 3 cm hoch an die Wände drücken. Den Boden anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Erdbeer-Schicht:
250g Erdbeeren (das Grün kann man dran lassen)
250g Kokosmilch
50g Ahornsirup
1 TL Rote-Beete-Pulver (für die Farbe)
½ TL Vanillepulver
Der Saft von ½ Zitrone
1 EL Stärke
1 TL Agar Agar

Für die Erdbeer-Schicht zuerst Kokosmilch, Erdbeeren, Rote-Beete-Pulver und Ahornsirup im Hochleistungsmixer zu einer glatten Flüssigkeit verarbeiten. Diese dann in einen kleinen Kochtopf füllen und den Herd auf mittlere Hitze stellen. Agar-Agar und Stärke einrühren und mit einem Schneebesen weiterrühren, bis die Masse köchelt. Etwa 2-3 Minuten unter Rühren köcheln und anschließend etwas abkühlen lassen. Den Boden aus dem Kühlschrank holen und die leicht abgekühlte Erdbeer-Schicht auf dem Boden verteilen. Den Kuchen in den Kühlschrank stellen, sobald die Erdbeer-Schicht vollständig abgekühlt ist. Nach etwa 2 Stunden im Kühlschrank oder am nächsten Tag kann man den Kuchen dekorieren und verzehren.

Toppings für die Dekoration:
Frische Erdbeeren
Vegane Schokolade
Getrocknete Rosenblüten
Gepuffter Quinoa

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Lust auf mehr Rezepte von Laura Fruit Fairy? Im Veggie des Monats März hat Laura für euch drei grüne Smoothie-Variationen mit Spinat gezaubert.