Bärlauch erkennen und lecker zubereiten

Der Frühling ist da, und wir alle haben Lust auf viel frische Luft in der Natur. Draußen wartet zur Zeit ein ganz besonderer Gemüseschatz auf uns: der Bärlauch. Die aktuelle Situation in der Corona-Krise ist natürlich eine große Herausforderung.  Doch gerade jetzt sind Spaziergänge – ob alleine oder im Kreis der Familie – wichtig, damit unser Körper gut mit Sauerstoff versorgt wird und wir ausreichend Sonne und Bewegung erhalten.

Im vierten Teil unserer Veggie des Monats-Reihe geht Lea Green mit euch Bärlauch pflücken. Das Wildkraut ist eine Jahrhunderte alte Heil- und Gewürzpflanze, die seit einigen Jahren immer beliebter wird. Kein Wunder, denn Bärlauch hat ein herrliches Aroma und versorgt uns jetzt mit wertvollen Vitalstoffen. Lea hat ein tolles Rezept entwickelt, mit dem ihr auch zu Hause noch lange vom wunderbaren Frühlingsaroma des Bärlauchs profitieren könnt.

Vorab gibt sie euch in ihrem Video Tipps, woran ihr echten Bärlauch erkennt und was es beim Sammeln in der Natur zu beachten gilt. Gleich anschauen!

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Von Lea Green

Wer im Frühjahr durch die Wälder geht und die Natur genießt, findet überall in Deutschland einen köstlichen Frühlingsboten: den Bärlauch. Der hat ein herrliches Aroma und versorgt uns nach den langen Wintermonaten mit wertvollen Vitalstoffen.

Die Bärlauchsaison beginnt im März und geht bis Ende Mai. Das Wildkraut aus der Familie der Zwiebelgewächse ist mit dem Knoblauch verwandt und schmeckt auch so. Bärlauch hat aber den großen Vorteil, dass man nach dem Essen selbst nicht nach Knoblauch riecht. Genial, oder?!

Bärlauch könnt ihr überall in Deutschland selber sammeln. Ihr solltet aber nicht die wertvollen Zwiebelwurzeln mit aus der Erde ziehen, sondern nur die Blätter mit einem scharfen Messer abschneiden. So kann die Pflanze munter weiter sprießen. Außerdem dürft ihr Bärlauch keinesfalls mit den leider sehr giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln. Die Unterscheidungsmerkmale erkläre ich euch im Video.

Schon gewusst?

In Berlin wächst vor allem wilder Bärlauch, auch „Wunderlauch“, „Seltsamer Bärlauch“ oder „Berliner Bärlauch“ genannt. Er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Auch Wunderlauch kann man essen. Er schmeckt sehr ähnlich wie Bärlauch, aber nicht ganz so intensiv.

Bärlauch unterstützt eure Gesundheit: Er enthält viel Vitamin C, hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, regt die Leberfunktion an und wirkt entzündungshemmend. Um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören, sollte er nicht zu stark erhitzt werden. Daher zeige ich euch ein tolles Rezept für ein hoch aromatisches, kalt zubereitetes Bärlauchpesto, mit dem ihr Pasta- und Reisgerichte, Spätzle, Soßen und Dressings verfeinern könnt. Auch als zusätzlicher Brotaufstrich schmeckt es hervorragend!

In ein sauberes Glas abgefüllt und mit Öl bedeckt, hält das Bärlauchpesto im Kühlschrank mehrere Monate.

Leas Rezept:

Schnelles, aromatisches Bärlauchpesto

Frühling im Glas - selbstgemachtes Bärlauchpesto aus dem frisch gepflückten Wildkraut

Frühling im Glas – selbstgemachtes Bärlauchpesto aus dem frisch gepflückten Wildkraut. Vegan und lecker!

Zutaten für ein Einmachglas (200 ml):
100 g Bärlauch
25 g Pinienkerne
10 g Hefeflocken
1 kl. TL Meersalz
2 TL Zitronensaft
7-8 EL hochwertiges natives Olivenöl

Zubereitung (10 Minuten)

  1. Bärlauch waschen. Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldbraun anrösten.
  2. Bärlauch, geröstete Pinienkerne, Hefeflocken, Meersalz, Zitronensaft und Olivenöl im Mixer pürieren. Bei Bedarf noch etwas Olivenöl hinzufügen und das Pesto mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
  3. Das Einmachglas heiß auswaschen, das Pesto einfüllen, mit Olivenöl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren. Das Pesto hält mehrere Monate.

Tipp: Die Pinienkerne in diesem Rezept können durch geröstete Sonnenblumenkerne oder ungeröstete Walnüsse ersetzt werden.

Guten Appetit!

Lust auf mehr Rezepte von Lea Green? Im Veggie des Monats Januar hat sie für euch Ofen-Chicorée mit Reis & Birne gezaubert.